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Tennisfanatic
Beiträge: 9240 | Zuletzt Online: 16.07.2020
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männlich
    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 13.07.2020

      Zitat von FedererTheOne im Beitrag #152
      Grundgütiger jetzt komm mal in die Pötte. Mach 1981 fertig, wir hobeln uns alle einen, und dann kann der Thread in den Friedhof verbannt werden



      Ich eile, ma Admin !
      Allerdings ist es ja noch ein Monat bis zum planmäßigen Wiederbeginn. Und so wie die Lage in den USA derzeit ausschaut, ist auch der Start unsicher. Derzeit ist es mir noch nicht möglich, zu dem von dir gewünschten Jahrgang zu "springen". Der Weg ist noch zu weit.

      Nachdem die letzten Jahrgänge ja nun viel zum Erzählen boten, werde ich mich nun etwas kürzer fassen. 1969 ist allerdings der Jahrgang mit den meisten GStiteln bislang - was allerdings nicht an den Herren liegt.

      1969 bot für jeden etwas. Die Hippies und Blumenkinder hatten ihr größtes Happening in Woodstock, die Legende verbreitete sich schnell. "That´s one small step for man, one giant leap for mankind." meinte wohl Armstrong, als er der erste Mensch auf dem Mond war. Die USA hatten sie Sowjets, die zehn Jahre zuvor die erste Sonde auf den Mond brachten, überholt und das Versprechen von Kennedy eingelöst. In der BRD gab es die erste SPD - geführte Bundesregierung, Willy Brandt wird Bundeskanzler der SPD/FDP - Regierung. "Mehr Demokratie wagen" - das war das passende und notwendige Motto. Der ungeschickte Lübke darf in Rente gehen, der intelligente SPD - Mann Heinemann wird neuer Bundespräsident.

      Bei den Herren habe ich wiederum keinen Jahrgangsdritten gefunden. Für die beiden anderen reicht jedoch ein Post, keiner von beiden gewann auch nur einen GStitel.

      Der Jahrgangszweite ist der wohl weithin unbekannte schwarze US - Ami Malivai Washington, musste den selber wieder suchen. Er kam genau einmal weiter als über das VF eines GSturniers, und das ausgerechnet in Wimbledon 1996. Dort verlor er im Finale glatt gg. Krajicek in drei Sätzen. Seine Karriere begann 1989, auch seine Schwester wurde Tennisprofi. 1992 gewann er den ersten Einzeltitel von vieren. In dem Jahr erreichte er auch die Nr. 11, höher bzw. weiter ging es nicht. 1995 verlor er in Miami gg. Sampras im Finale. In Wimbledon 1996 war er ungesetzt. Er bezwang die Gesetzten Enqvist und Martin, letzteren im HF mit 10:8 im fünften Satz. Das aufregendste im Finale dann war allerdings eine Nackerte, die zu Beginn über den Platz flitzte. Im Jahr darauf hatte er eine Knieverletzung, die dann 1999 auch seine Karriere beendete. 3,2 Mio. $ Preisgeld klingen dann insgesamt auch nicht mehr wirklich beeindruckend. Ein solider Top 30 - Spieler mit einem großen Ausrutscher nach oben, das war der Grundlinienspieler und Mädchenrückhandspieler Washington.

      Der Jahrgangsbeste Cedric Pioline aus Frankreich schaffte dagegen mehr. Der Halbrumäne und Pariser stammt aus einer sportlichen Familie, Volleyball spielten beide Eltern leistungssportlich. Bis 13 spielte er Tennis ohne großen Ehrgeiz, dann brach er sich den rechten Oberschenkel, beide Beine mussten operiert werden, um gleich weiterwachsen zu können. Das war der Startschuss für Pioline, er machte die Reha und trainierte mehr, wollte mehr. Erstmal war er aber "nicht förderungswürdig". 1987 erreichte er dann das Finale bei d. frz. Meisterschaften, ab da kümmerte sich dann auch der Verband. Im Camp von Bolletierri war er Sparringspartner von Courier, dann 1988 Trainingspartner von Leconte. 1989 wurde er Profi. Kontinuierlicher Aufstieg brachte ihm erst 1992 das erste Einzelfinale bei ATP - Turnieren, er verlor seine ersten neun Finals bis 1996. Da hatte er bereits 1993 sein erstes GSturnierfinale erreicht - und gg. Sampras in NY klar verloren. Im dem Jahr kam er erstmals in die Top 10, als Nr. 10 und erreichte das Finale in MC. 1994/95 war er erfolgloser. Erst 1996 brach er den "Bann" - und gewann ein kleineres Einzelturnier. 1997 zog er den Hass des guten dt. Tennisfans auf sich, indem er mit der größten Leistung seiner Karriere Stich im HF von W. besiegte. Das war besonders für die Qualität im Finale schade, denn Sampras hatte wie vier Jahre zuvor keine Probleme mit Pioline. Pioline jedenfalls war wieder in den Top 20. 1998/99 erreichte er das HF in Paris (er besiegte im AF den Qualifikanten Safin in fünf Sätzen) und nochmal das HF in NY. 2000 erreichte er mit dem Sieg in MC seine beste Platzierung, die Nr. 5. Danach kam nichts mehr, Pioline trat 2002 zurück.

      Piolines Spiel ? Ein recht gutes Grundlinienspiel mit Zug nach vorne, natürlich gehörte dazu die Männerrückhand.

      Zwei GSturnierfinals, zwei HF und 1993, 96-99 Nr.1 in Frankreich, dazu ca. 7 Mio. $ Preisgeld, nicht schlecht für einen guten Top 20 - Spieler der 90er Jahre.

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "ATP CORONA TOUR 2020 - +++ DJOKOVIC IST COV-2 POSITIV !!! ++++" geschrieben. 13.07.2020

      Haas - Sinner zur Zeit auf (Sand-)Rasen !!! ICH FAPPE !!!

      Zoecke mal wieder mit Null Ahnung, Sinner ist NICHT Italiener, sondern Südtiroler. Tommy hat sich gut geschlagen, 4:6, 6:3, 8:10 ist ein ordentliches Ergebnis. Mit ein wenig mehr Matchpraxis kommt der wieder auf die Tour und gewinnt Matches auf schnellen Belägen !!!

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 12.07.2020

      Schließlich gibt es noch den Jahrgangsbesten des Jahres 1968 - und erfreulicherweise ist es bereits der zweite Jahrgangsbeste aus unseren Landen - der Pinneberger/Elmshorner Michael Detlef Stich !

      Wenigstens einen Superlativ darf Michael Stich noch immer tragen - er ist der beste und erfolgreichste Sandplatzspieler Deutschlands in der Open Era. Ansonsten war er halt immer der "Zweite", vielleicht etwas unnahbar und etwas kühl - mit ihm konnte man nicht so schön mitleiden wie beim neuen "roten Baron". Er sagte selber über sich, er sei der "bessere Tennisspieler". Was das Tennis auf dem Platz, auf dem die meisten Spieler in Europa noch immer spielen, anbelangt, mag er da auch recht haben - auf dem Sandplatz. Das bewies er auch eindrücklich im Laufe seiner kurzen Karriere. Überhaupt - seine Karriere war zu kurz. Er ist der Jahrgangsbeste mit der kürzesten Karriere, selbst Borg hatte eine längere, denn Stich bringt ja kaum acht Jahre Karriere auf die Waage. Stichs Karriere begann für damalige Verhältnisse spät und endete selbst für die damaligen Verhältnisse früh. er ist außerdem der längste Jahrgangsbeste mit 1.92-1,93 m. .

      Doch eins nach dem anderen. Während Boris mit drei Jahren den ersten Holzschläger in der Hand hatte, begann Stich mit sechs Jahren mit dem Tennis. Natürlich war er auch mal dt. Jugendmeister, aber war nie der zielstrebigste mit dem absoluten Willen, Tennisprofi zu werden. In HH bewunderte er die Spieler und war auch mal Balljunge, wollte aber auch lieber Fussball spielen. 1987, als Becker schon seine erste Krise hatte, war Stich noch in der Schule. Während Becker nach der 10.Klasse das Gymnasium (erstmal nur für zwei Jahre, 1984 war das) verlassen durfte, zog Stich durch bis zum Abi und machte es. Danach, in der zweiten Hälfte von 1988 ging er zum Bund und machte seine halbjährige Grundausbildung. Zu diesem Zeitpunkt war Stich mit 20 J. gerade mal die Nr. 500 der Welt.

      Damals existierte noch der Grand Prix Circuit. Dieser befand sich in den 70er Jahren ja noch im Streit mit dem WCT. 1973 gab es sogar vier Touren, WCT (u.a. die A.O.), ITF (bzw. der Vorgänger) und der Grand Prix, die US Indoor Tour und die Europaturniere im Frühjahr. Unter Beteiligung der ATP, 1972 gegründet, kam man zu einer Übereinkunft und halbierte die Saison in eine WCT - Hälfte und eine Grand Prix - Hälfte. 1978 integrierte der Grand Prix - Teil den anderen. Nur 1982-84 gab es nochmal eine kurze kleine Unterbrechung. 1988 beschwerte sich der Weltranglistenerste Wilander über die fehlende Berücksichtigung der Spieler und in einem spontanen Treffen während der US Open beschloss die ATP, die ATP Tour 1990 zu beginnen, was das Ende des Grand Prix Circuits war. Waren zu Beginn der Open Era gerade mal ein paar Dutzend Spieler Profis, listete die erste WR 1973 wohl bereits etwa 100 Spieler auf. 1978 waren wohl 300 Spieler Profis, mehr als die Tour bewältigen konnte (heute probieren es ca. 2000 Spieler auf der ATP Tour). Daher gründete die ATP damals die Challenger, um den Talenten/jungen Spielern eine Chance zu geben. Eine Zwischenform knapp darunter waren die Satellites, die bis 2006 bestanden. Ein solches Satelliteturnier fand 1988 in Münster statt, insgesamt gab es wohl 800 - 900 Spieler bei den Herren (Connors startete 1990 als Nr. 936 sein Comeback).

      Pilic rief Stich in der Kaserne an - Stich war 1988 zu Iphitos München gewechselt, wohl auch da hatte Pilic Einfluss genommen. Er gab ihm zwei WC für die beiden Satellites in München und Münster. Stich bekam von seinem Vorgesetzten frei und gewann prompt das Turnier in Münster, mit 75.000 $ gut dotiert. Stich spielte damals einmal in der Woche Tennis. Prompt stieg er bis auf ca. Platz 120 und spielte 1989 sein erstes Grand Prix Profiturnier in München. Dann spielte er auch erstmals in Paris mit und verlor in R 2 gg. Ivanisevic. In Queens schaffte er es im VF, Lendl einen Satz abzunehmen. Die Top 100 waren erreicht. Später im Jahr spielte er mit Boris Doppel und verlor in Ffm. gg. das andere Doppel Curren/Jelen im VF. Da er es noch nicht in die Top 50 schaffte und trotzdem schon 21 war, war auch zu Zeiten von Peakboris noch immer nicht abzusehen, wie gut Stich mal werden könnte. Sein Talent war da, aber er brachte es zu selten auf den Platz. Borg, Mc Enroe, Wilander, Edberg, Becker - sie alle waren max. 20 bei ihren ersten großen Erfolgen. 1990 gewann er seinen ersten Titel in Memphis, schaffte es aber noch immer nicht in die Top 50, in W. verlor er in R 3 gg. den bereits etablierten Forget in fünf Sätzen in R 3. Bei den US Open 1990 verlor er in R 2 gg. Lendl - und noch immer blieben die Top 50 verschlossen. Erst bei seinem vorletzten Turnier 1990 gewann er erstmals gg. einen Top 10 - Spieler (Brad Gilbert), verlor dann gg. Becker in Paris glasklar in zwei Sätzen. Die Top 50 waren aber erreicht.

      1991 erreichte Stich endlich konstante Ergebnisse, er scheiterte fast nur noch an den ganz Großen. Die Top 30 erreichte er schon in Februar, zwei Monate darauf die Top 20, in I.W. erreichte er das HF und verlor gg. Courier. In HH besiegte er die Nr. 1 Edberg im VF, nur um dann gg. die Nr. 26, einen Tschechen im HF knapp und unnötig mit 6:7 im dritten Satz zu unterliegen. Das Siegergen war da noch nicht ganz aktiviert. Dann kam Paris und Stich war schon davor die Nr.12. Ohne einen einzigen Top 40 Spieler besiegen zu müssen, kam Stich ins HF, hatte da aber keine Chance gg. Courier. Aber schon da war klar - Deutschland hatte einen zweiten Spitzenspieler. Dann kam Wimbledon...

      Game, Set, Match Becker ! - Wimbledon 1991
      In Wimbledon war Stich als Nr. 9 der Welt gesetzt, man traute ihm dort auch schon einiges zu, obwohl er gerade mal ein HF auf der höchsten Ebene erreicht hatte. Gegen einen Russen brauchte er in seinem ersten AF fünf Sätze, dann besiegte er den Rasenallergiker Courier glatt. Im HF wartete die Nr. 1 der Welt und ein echter Rasenchamp, Stefan Edberg. Stich besiegte ihn in einem Match voller guter Punkte mit richtig gutem S&V, ohne Edberg breaken zu können mit 4:6, 7:6, 7:6, 7:6. Becker hätte gewarnt sein müssen. Das war das Match des Turniers. Gegen Becker brauchte Stich dann "nur" eine gute Leistung, um den in drei Sätzen mit 6:4, 7:6, 6:4 zu besiegen. Deutschland war auf dem "Mount Everest", wie Pilic sagte.

      Fortsetzung:
      Der Schiedsrichter meinte nach dem Match wie gewohnt "Game, Set, Match, Becker".
      Stich machte das einzig Richtige nach seinem riesigen Erfolg - er arbeitete planmäßig weiter. Sofort spielte er wieder auf Sand und gewann in Stuttgart das Sandplatzturnier. Dann ging es auf HC, auch dort gewann er ein Turnier. Nach NY fuhr er als Nr. 4 und als einer der Favoriten. Dort gewann er gg. Washington in R 3 in fünf Sätzen, scheiterte aber dann am alten Champ Lendl im VF, nachdem er in Satz 4 noch Chancen auf den Sieg hatte, im fünften Satz mit 1:6. Das HF beim DC ging gg. die USA und ohne Becker, aber mit Stich verloren. Bei der ATP - WM spielte er in der Todesgruppe mit Becker, Sampras und Agassi, verlor gg. alle drei. "Dann kann ich ja gleich Schwede werden" meinte er wohl im Match gg. Becker, als die Zuschauer ihn teils auspfiffen. In dem Jahr gewann er auf allen Belägen Turniere, bei der Unterschiedlichkeit der Beläge ein guter Erfolg. Im nachhinein hätte Stich das eher nicht erwartet, aber es war sein stärkstes Jahr, was die GSturniere anbetrifft, R 3, HF, Sieg und VF. Beim Zastercup reichte es zum HF.

      1992 - KEIN schlechtes Jahr
      Habe den Eindruck gewonnen, Stich kam nicht nur bei den Zuschauern zu schlecht weg. Auch die Presse haute oftmals zu stark auf ihn ein. So war 1992 sicher KEIN schlechtes Jahr, obwohl die Medien das wohl so bezeichnet hatten. Mindestens 90 % der heutigen Profis hätten gerne ein solches Jahr, wie Stich es 1992 hatte. Nur waren Zuschauer wie Presse mehr als verwöhnt von mittlerweile sieben Jahren voller Erfolge und Dramen. Stich erreichte das VF in Australien und verlor es in unglaublichen fünf Sätzen gg. Krajicek, aber immerhin ein Fortschritt ggü. dem Vorjahr. In I.W. erreichte er wieder das HF. In HH schlug er Becker im HF mit 6:1, 6:1 - spätestens da war klar, wer Deutschlands bester Sandplatzspieler war. Interessant - mit Becker hatte er in er Wochen zuvor in MC gewonnen !
      Im Finale unterlag er dann ausgerechnet dem S&V - Spezialisten Edberg, der nochmal große Sandform bewies. Aber gegen keinen Spieler verlor Stich so "gern" wie gegen Edberg, dem konnte man einfach nicht böse sein. In Paris gab es den ersten wirklichen Tiefschlag, Stich verlor in R 3 gg. Leconte, der sein bestes Match spielte. Nach W. fuhr Stich trotzdem als ein Favorit, er hatte in Rosmalen auf Rasen gewonnen. Die Niederlage kam im VF unerwartet klar gg. Sampras, der davor noch nicht wirklich gut auf Rasen war. Aber trotzdem war W. ein gelungenes Turnier. Stich spielte mit dem alten McEnroe Doppel und gewann im längsten Doppelfinale mit 19:17 den Titel !

      Stich tröstete sich über die Einzelniederlage mit Jessica Stockmann, der früheren Freundin des zu dem Zeitpunkt schon verstorbenen Tennisprofi Westphal, der an Aids zugrunde ging. Gegen Ende des Jahres heiratete er sie. Nach W. gab es noch ein besonderes Highlight - in Barcelona gelang dem Traumdoppel Stich/Becker der Olympiasieg ! Alleine damit war die Saison gerettet. In der WR ging es nach W. bergab, Stich fiel auf Rang 16, in NY gab es in R 2 die dramatische Fünfsatzniederlage gg. den langsam von allen Deutschen verhassten Brad Gilbert. Beim Zastercup dann das mindestens dritte Highlight, Stich bezwang hintereinander Edberg, Krajicek, Sampras mit 7:6, 7:6, 3:6, 7:6 und schließlich Chang klar und sackte 2 Mio. $ Preisgeld ein. Insgesamt waren es ca. 2,7 Mio. $ Preisgeld, die bislang beste Ausbeute.

      1993 - die Versöhnung mit dem Publikum
      1993 wollte Stich wieder oben angreifen. In Melbourne erreichte er das erste HF. "Der ömmelt mir die Bälle mit dem Rahmen rein !" so nölte er dort gg. Courier rum - und verlor klar in drei Sätzen. Obwohl Courier am Peak war, eine verpasste Chance ! In Stuttgart gewann er indoors und dann auch beim Lieblingsturnier in HH, wo er Tränen des Glücks vergoss. Ab da war er dann auch bei den Fans oben auf. Da machte es dann auch wenig, dass er in Minga das Finale gg. Lendl, und beim World Team Cup in Düsseldorf das Finale gg. die USA mit der Mannschaft verlor. Schlecht war es leider dann in Paris - ausgerechnet im AF war schon Schluss. In Queens gewann er und sah sich als Topfavoriten für W.. Dort unterlag er dann aber in fünf Sätzen im VF Becker, der genau diese Revanche brauchte. Das war ein kleiner Tiefschlag, Stich befand sich danach im Formtief und scheiterte in NY im schlechtesten Match in R 1. Dennoch blieb er die Nr. 6. In Basel und Stockholm siegte er (gerade Stockholm war damals Super 9) und qualifizierte sich für die ATP-WM, zu denen es Becker nicht mehr schaffte. Stich hatte die Festhalle für sich allein und zauberte eine Gala nach der anderen. Mit seiner natürlichen Aufschlagbewegung, seiner richtig guten Rückhand und den sehr guten Volleys konnte ihn dort keiner schlagen - selbst der große Pete nicht. Den schlug Stich im Finale mit 7:6, 2:6, 7:6 und 6:2. Pete meinte danach - "wenn alle ihr bestes Tennis spielen, ist Stich der beste von uns allen." Dieser Ritterschlag passte gut ins Jahr. Stich gewann dann den DC - und war der Held für Pilic und ganz Tennisdeutschland. Beim Zastercup erreichte er das Finale und verlor knapp 9:11 im 5. Satz gg. Korda (s.o.). Stich war plötzlich die Nr. 2 der Welt - und sowieso die Nr. 1 in Deutschland. Mit 3,6 Mio. $ war es die größte Börse in Stichs Karriere. Dazu kamen mittlerweile etliche Werbeverträge, die meist längerfristig waren. Reebok, Konica, Opel, Fischer (sein Racket), Ebel, Medima, American Express und mehr - das waren etliche Mio. DM/Jahr.

      1994 - 96: Verletzungen und verpasste Chancen
      Das TM titelte schon wieder Stich könne die Nr. 1 erreichen - doch man hätte schon fast auf das Gegenteil wetten können. 1994 war ein Jahr der verpassten Chancen. Gegen den Comebecker verlor Stich ein paar Mal, in W. gab es eine peinliche Erstrundenniederlage genauso wie Down Under und in Paris war schon in R 2 Schluss. Nur in NY gab es die völlig überraschende Finalteilnahme, bei der Stich sich gg. Agassi wehrte, aber letztendlich verdient in drei Sätzen verlor. Immerhin konnten ein paar Lücken geschlossen werden, Stich gewann beim World Team Cup und beim neuen Rasenturnier in Halle. Am Ende des Jahres war Stich die Nr. 9 und Ersatzmann in Ffm., wo er aber nicht zum Einsatz kam.

      1995 wurde bitter. Erstmals spielten beide Becker und Stich im DC und der DTB rieb sich die Hände. Bis HH lief es noch einigermaßen, auch wenn es bei den A.O. die Niederlage schon in R 3 gab. Dort gab es die Niederlage im AF, Schande ! In Paris war dann auch im AF Schluss, gg. Chang. In Halle verlor Stich gg. Rosset mit 6:3, 6:7, 6:7. In W. gab es erneut die Erstrundenniederlage, ein weiterer Tiefpunkt. Auf HC schien Stich endlich wieder in die Gänge zu kommen, er besiegte in Cinci Sampras im VF in drei Sätzen, verlor dann aber gg. Chang. In NY gab es eine erneute verpasste Gelegenheit, Stich verlor im AF gg. einen Nobody in fünf Sätzen. Gegner im VF wäre wieder Sampras geworden. Dann der DC, im HF gg. die Russen sollte es ins Traumfinale gg. die USA gehen...und es lief planmäßig. 2:0 nach dem ersten Tag ! Dann verlor das Doppel Becker/Stich in fünf Sätzen, dann sollte Stich es machen. Mit 12:14 ging gg. Chesnokov der fünfte Satz verloren, nach 9 vergebenen MB !!!
      Becker wollte Stich trösten, trat aber zu seinem zweiten Einzel nicht mehr an. Es kam wie es kommen musste, eine 2:3 Niederlage. Dann noch bitterer, Stich knickte in Wien um, eine furchtbare Verletzung - Außenbandriss. Die Saison war sowieso gelaufen. Stich war nur noch die Nr. 12.

      1996 verzichtete Stich auf die A.O. Quasi aus dem Nichts schaffte er es in Paris, den Sandplatzkönig Muster im AF zu bezwingen und das Finale zu erreichen. Die (Fach-)Medien jubelten über Stichs neue Vorhand, er spielte sie jetzt offensiver und aus der Schwäche war zumindest ab und zu eine kleine Stärke geworden. Eine (vor-)letzte verpasste Möglichkeit war die Niederlage gg. den Russen Kafelnikov. In W. reichte es dann immerhin bis ins AF und in NY war schon wieder früh Schluss, in R 2. Schon zu diesem Zeitpunkt muss Stich gewusst haben, was die Stunde schlug. Seine Schulter bereitete ihm Probleme, was für seinen Aufschlag schlecht war. Das Jahr beendete er als Nr. 16.

      Das zu frühe Ende einer Karriere
      Im darauf folgenden Jahr spielte Stich nochmal die A.O. und verlor in R 2 gg. Medvedev mit 7:9 im fünften Satz. Ein Turnier gewann er nicht mehr. In W. erreichte er als Nr. 88 der Welt das HF, welches er - schon wieder ein knapper 5Setter - mit 4:6 gg. Pioline verlor. In diesem Turnier kam er nochmal weiter als Becker, der ja auch seinen Rücktritt danach erklärte. Doch bei Stich war es endgültig. Wer weiß, vielleicht hätte er sich im Finale besser als Pioline geschlagen, aber gg. Sampras trotzdem sicher verloren.

      Insgesamt gewann Stich etliches, 1 GSturniere, erreichte zwei Finals, einmal der DC - Sieg, zweimal Siege auf allen Belägen, alle Turniere in Deutschland gewonnen (German Slam, damals gab es noch mehr Turniere) - doch sicher hätte auch er mehr gewinnen können, vielleicht sogar müssen. 2 - 3 Gsturniere mehr, das war ihm zuzutrauen. Doch anders als bei Becker wiegen seine Versäumnisse etwas schwerer, denn am Ende gewann er halt "nur" Wimbledon 1991. Mit 12,6 Mio. $ Preisgeld hat er aber genug Geld gewonnen - und als der intelligentere Anleger (nur einmal verzockte er sich - 250 K DM an Schatzsucher) behielt er sein Geld zusammen. Als Turnierdirektor in HH hatte er es schwer, doch dennoch Hut ab vor seinen Leistungen !

      Sein Tennis jedenfalls war technisch sehr gut und schön anzusehen.

      Nachtrag: 2001/02 kam Becker zurück - auf die Tour of Champions, die nicht mehr ganz neue Seniorentour der ATP. Er spielte vor ausverkauftem Haus in HH und Halle. Grund sollte wohl Völkl, der neue Schläger gewesen sein, Becker war Teilhaber. Stich kam dann 2002 hinzu. Beide spielten in Berlin 2002 nochmal ein Match, Stich spielte erstmals nach fünf Jahren wieder. Becker gewann 7:5, 6:4, hatte aber fast ein Jahr Training hinter sich. Stich dagegen war kaum (tennis-)trainiert und hielt trotzdem gut mit. Die Zuschauer hatten jedenfalls auf beide gewartet - alle Stadien, in denen die beiden spielten, waren voll. Beide waren sie Teamchefs im DC, Becker 1997-99 (playing Teamcaptain), Stich 2001-03, beide konnten sie kaum noch etwas dort erreichen.

      Nachtrag 2: Und noch was - Stich ist einer der ganz wenigen, die gg. Sampras eine positive Bilanz haben, 5:4 hieß sie am Ende.

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    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "WTA Tour 2020" geschrieben. 12.07.2020

      Hab mal mit abgestimmt, modifiziere meine Abstimmung aber um einen Buchstaben und eine Silbe.

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 12.07.2020

      Kommen wir zu den Herren. Und hier gibt es ein kleines Problemchen. Im Eingangspost schrieb ich ja davon, ab dem Beginn der Open Era für die jeweiligen Jahrgänge sogar die Top 3 aufzuführen. Dies wird den ohnehin bereits verlangsamten Fortschritt weiter bremsen. Um das nicht zu stark werden zu lassen, gilt weiterhin ein Erfordernis. Um zu den Top 3 des jeweiligen Jahrgangs ab 1968 zu gehören, ist zumindest ein erreichtes Finale auf GSturnierebene notwendig, im Einzel. Derzeit sind es immerhin ein Dutzend vorgestellte SpielerInnen, die kein GSturnier gewonnen haben und einer, der nichtmal ein Finale erreicht hat. Aber einer ist keiner, also zählt das eher nicht.

      Für 1968 habe ich daher nicht drei, aber immerhin zwei gefunden, die den Titel des Jahrgangsbesten unter sich ausmachten.

      Der Jahrgangszweite ist der Tscheche Petr Korda. Der Tscheche ist ein wenig das Pendant zu Novotna, denn wie sie erspielte er sich nur einen GStitel, und den recht spät in der Karriere. Beide hatte große Vorgänger (Novotna Mandlikova und natürlich Navratilova und Korda Mecir und Lendl), in deren große Fußstapfen sie eher nicht passten. Aber dennoch erstaunlich, wie das eigentlich recht kleine Land der Tschechoslowakei über ein Jahrzehnt immer sehr gute Tennisprofis hervorgebracht hat. Und Novotna wie auch Korda zogen das noch bis nach der Gründung von Tschechien 1993 weiter. Wobei das im Falle von Korda am Ende dann doch ein Geschmäckle hatte...

      Aber der Reihe nach - Korda war schon in jungen Jahren in der Juniorszene eines der vielversprechensten Talente. Eine klassische, technisch gute und natürlich geschwungene Rückhand, dazu die etwas schwächere, aber auch mit Schwung geschlagene Vorhand und insg. ein schnelles Spiel mit gutem Volley zeichnete ihn aus. 1987 wurde er Profi, 1988 gewann er das erste Turnier, erstmal im Doppel. 1989 erreichte er das erste Einzelfinale - in Ffm. damals der Nachfolger zu einem Kölner Grand Prix Turnier und verlor gg. Curren. In den ersten Jahren schien er "uncoachable" zu sein - er schrie auf dem Platz herum und machte zuviel Theater. 1988 kam es u.a. deshalb zur Trennung mit seinem langjährigen tschechischen Trainer. Bald darauf war Korda in einen Autounfall verwickelt und lag drei Wochen im Koma, erst etliche Monate später kam er zurück. Mit dem Trainer versöhnte er sich und machte einen neuen Anfang. 1991 schaffte er es in die Top 10. 1992 gab es nach zig Niederlagen in den Vorrunden der GSturniere den ersten großen Erfolg - Korda erreichte nach einem Sieg über Leconte im HF das Finale, in dem er Courier glatt unterlag. Der Trainer hatte ihn überzeugt, auch auf Sand gut spielen zu können. Bei der ATP - WM gab es für ihn am Ende des Jahres nicht viel zu holen, er verlor alle Gruppenmatches. Das Jahr beendete er als Nr. 7.

      Im darauf folgenden Jahr gab es den ersten großen Sieg - beim "Zastercup". So wurde despektierlich der Compaq Grand Slam Cup genannt, bei dem die 16 besten GSturnierspieler am Ende des Jahres antraten, um noch mehr Kohle, aber keine Punkte zu machen. Der Sieger sollte 2 Mio.$ erhalten - für viele damals ein obszöner Betrag. Korda durfte mitspielen, obwohl er im ganzen Jahr gerade mal ein VF (A.O.) erreicht hatte. Anfang des Jahres war Korda Vater geworden, so konnte er das Geld gut gebrauchen. Er besiegte Sampras mit 3:6, 7:6, 3:6, 7:6, 13:11 im HF, ein unfassbares Match in der Halle in München, und eines der besten Matches im gesamten Jahr. Im Finale schlug er dann den TV Stich wieder in fünf Sätzen mit 11:9 im fünften Satz. In den folgenden zwei Jahren ging es bergab. 1996 siegte er mit Edberg bei den A.O.. Im nächsten Jahr gewann er den Super 9 - Titel in Stuttgart in der Halle und bezwang Pete Sampras im AF in NY, nur um dann im VF wieder auszuscheiden. Jedenfalls war er wieder in den Top 20. So ging es dann auch 1998 zu den A.O. - und dort holte er sich seinen letzten und größten Einzeltitel, mit dem Sieg einem langweiligen und einseitigen Match gg. Rios. Darauf war er in einer Schwächephase von Sampras und anderer Topstars sogar die Nr. 2 der Welt, verpasste aber mit einer Reihe von überraschenden Niederlagen die Nr. 1. Den Ball meinte er zwar härter schlagen zu können als Becker, aber er gab gleichzeitig zu - "Ich bin ein nervöser Typ". Der Typ sah aus wie ein ausgemergelter langer Strich in der Landschaft, 1.90 m lang, aber kaum Muskeln.

      In W. 1998 wurde er positiv auf Nandrolon getestet.Ende des Jahres verhängte die ATP eine Sperre von einem Jahr, die nach längerer Auseinandersetzung ab September 1999 galt. Zu dem Zeitpunkt hatte Korda aber schon seinen Rücktritt erklärt. Danach spielte er noch ein, zwei Challenger, aber das war es dann auch. Sein Markenzeichen war der Scherenschnitt, den er mit den Beinen in der Luft vollzog, wenn er einen großen Sieg gelandet hatte. Die A.O. als GStitel, das Finale in Paris, 10 Einzeltitel und 10,5 Mio. $ Preisgeld sorgten wohl für den einen oder anderen Jubelsprung für den 1.90m langen Tschechen.

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    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Ist DR (nur) ein Passdeutscher?" geschrieben. 11.07.2020

      Zitat von Darth Roger im Beitrag #77
      Zitat von Tennisfanatic im Beitrag #73
      Zitat von Darth Roger im Beitrag #8
      Als „Schuldkult“, „Schuld-Kult“ oder „Kult mit der Schuld“ bezeichnen vor allem deutsche Rechtsextremisten, Vertreter der Neuen Rechten und Rechtspopulisten die nach 1945 entstandene Erinnerungskultur zu den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands, besonders das Gedenken an den Holocaust. Dieser politische Kampfbegriff ist Teil eines Geschichtsrevisionismus, der die deutsche Verantwortung für die NS-Verbrechen und deren Folgen abwehrt, abwertet, leugnet oder verharmlost. Er stellt die Erinnerung an die NS-Zeit demagogisch als Unterdrückung Deutschlands dar, die künftige deutsche Generationen dauerhaft mit einer angeblichen Kollektivschuld belasten, ihren Nationalstolz demütigen und ihre selbstbestimmte Zukunft verhindern solle. Damit verbunden werden die NS-Verbrechen oft gegen Kriegsverbrechen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg aufgerechnet. Mit der Verdrängung der NS-Zeit werden nationalistische politische Ziele angestrebt.

      Quelle: GOATpedia

      Es gibt weder das Wort, noch den Inhalt der propagierten "Erinnerungskultur". Wann sollte diese denn begonnen haben ? Die Geschichte der BRD ist in den ersten 15 - 20 Jahren (bis zu den Ausschwitzprozessen) keine, die mit Erinnerung Kultur betrieben haben könnte. Erst als die alten Nazis langsam wegstarben und im Zuge der 68er Bewegung gelang es halbwegs, für ein wenig Aufklärung zu sorgen. Das war aber noch keine "Erinnerungskultur", was auch immer das heißen soll. Deswegen ist es Unsinn, von dem einen, oder von dem anderen (Schuldkult) zu reden. Denn letzteres war auch nie der Fall, bestenfalls nach 1990, vielleicht auch, um wiederum (Geschichte wiederholt sich) von dem anderen, graduell natürlich weit geringerem Unrecht abzulenken - dem Unrecht der Diktatur in der DDR.



      Und Du glaubst, Du erzählst mir hier was Neues?

      Nun anscheinend - denn du hast das ja unkommentiert/unreflektiert gelassen. Und selbst wenn nicht, war es natürlich fahrlässig, dieses Zitat nicht zu erörtern...die Erinnerungskultur ist jedenfalls nicht nach 1945 entstanden, wenn überhaupt.

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Ist DR (nur) ein Passdeutscher?" geschrieben. 11.07.2020

      Zitat von Darth Roger im Beitrag #26
      Zitat von RafaNadal_16&BVB_1909 im Beitrag #25
      Jeder lebt im hier und jetzt und will heute sein Vergnügen haben.


      So so, niemand interessiert sich also für die Welt, die seine Kinder/Enkel vorfinden werden?

      Dürfen wir dann davon ausgehen, dass Du Dich niemals reproduzieren wirst?

      Was er schreibt, ist zumindest ansatzweise nicht von der Hand zu weisen. Wozu fahren so viele Mütter ihre Kinder mit dem SUV in den Kindergarten ? Wieso wollen so viele Eltern beide Vollzeit arbeiten, ist das Deckmäntelchen Gleichberechtigung vielleicht nur groß genug, die dahinter liegenden Elemente Narzismus/Egoismus zu verdecken ? Oder geht es darum, möglichst viel materiellen Reichtum anzuhäufen, so viel wie möglich zu konsumieren, den Kindern jeglichen noch so absurden materiellen Wunsch zu erfüllen. Finanzielle Notwendigkeit steckte nicht dahinter, außer die materiellen Wünsche werden eben groß. Letzten Endes sind viele Äußerungen von früher - die Kinder sollen es mal besser haben, DAMALS berechtigt gewesen, heute geht es darum, die Kinder möglichst von Dritten erziehen zu lassen, noch mehr Geld zu machen. Sicher würden derlei Worte, öffentlich gesprochen, einen Aufschrei hervorrufen. Aber in vielen Fällen stellt sich tatsächlich die Frage, warum Eltern den Kindern aus dem Weg gehen und mehr und mehr Ganztagsbetreuung fordern. Welche finanziellen Belastungen sind es, die ein bescheidenes, aber gelungenes Leben sonst verunmöglichen ?

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Ist DR (nur) ein Passdeutscher?" geschrieben. 11.07.2020

      Zitat von RafaNadal_16&BVB_1909 im Beitrag #21
      Zitat von Darth Roger im Beitrag #13
      Zitat von fedo94 im Beitrag #11
      Hat schon einmal jemand darüber nachgedacht, wie so ein Thread auf Gäste wirkt?


      Ich frage mich eher, wie gestört im Hirn man sein muss, dass man etwas gegen Gleichberechtigung und Klimaschutz haben könnte...

      Und genau deswegen bist du halt links-grün-versifft.

      So funktioniert nun mal ein Großteil der Menschheit und die von ihm geschaffene, kapitalistische Wirtschaftsordnung. Unersättliche Gier. Gleichberechtigung und Klimaschutz sind da nur hinderliche Dinge, die Konsum einschränken ...

      Und was in 200 oder 1000 Jahren mal ist, das interessiert heute keine Sau. Außer solche Gestalten wie dich und den Görgianer.

      Das Problem ist der eingeschränkte geistige Horizont. Nur äußerst selten haben Menschen mehr als 50 Jahre planmäßig in die Zukunft gewirkt - ungeachtet aller Beteuerungen. Und dann waren es Prestigeobjekte oder religiöse Bauten, s. die Weltwunder. Und das Wesen der Parteipolitik in Zeiten der Demokratie wird nun mal durch den Willen bestimmt, wiedergewählt zu werden. Daher ist da der Horizont erneut eingeschränkt, auf vier/fünf Jahre...

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Ist DR (nur) ein Passdeutscher?" geschrieben. 11.07.2020

      Zitat von Darth Roger im Beitrag #8
      Als „Schuldkult“, „Schuld-Kult“ oder „Kult mit der Schuld“ bezeichnen vor allem deutsche Rechtsextremisten, Vertreter der Neuen Rechten und Rechtspopulisten die nach 1945 entstandene Erinnerungskultur zu den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands, besonders das Gedenken an den Holocaust. Dieser politische Kampfbegriff ist Teil eines Geschichtsrevisionismus, der die deutsche Verantwortung für die NS-Verbrechen und deren Folgen abwehrt, abwertet, leugnet oder verharmlost. Er stellt die Erinnerung an die NS-Zeit demagogisch als Unterdrückung Deutschlands dar, die künftige deutsche Generationen dauerhaft mit einer angeblichen Kollektivschuld belasten, ihren Nationalstolz demütigen und ihre selbstbestimmte Zukunft verhindern solle. Damit verbunden werden die NS-Verbrechen oft gegen Kriegsverbrechen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg aufgerechnet. Mit der Verdrängung der NS-Zeit werden nationalistische politische Ziele angestrebt.

      Quelle: GOATpedia

      Es gibt weder das Wort, noch den Inhalt der propagierten "Erinnerungskultur". Wann sollte diese denn begonnen haben ? Die Geschichte der BRD ist in den ersten 15 - 20 Jahren (bis zu den Ausschwitzprozessen) keine, die mit Erinnerung Kultur betrieben haben könnte. Erst als die alten Nazis langsam wegstarben und im Zuge der 68er Bewegung gelang es halbwegs, für ein wenig Aufklärung zu sorgen. Das war aber noch keine "Erinnerungskultur", was auch immer das heißen soll. Deswegen ist es Unsinn, von dem einen, oder von dem anderen (Schuldkult) zu reden. Denn letzteres war auch nie der Fall, bestenfalls nach 1990, vielleicht auch, um wiederum (Geschichte wiederholt sich) von dem anderen, graduell natürlich weit geringerem Unrecht abzulenken - dem Unrecht der Diktatur in der DDR.

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "ATP CORONA TOUR 2020 - +++ DJOKOVIC IST COV-2 POSITIV !!! ++++" geschrieben. 10.07.2020

      Anscheinend ja - wer nicht für die US O. meldet, darf auch nicht in Kitz antreten. Für den Domi ist das eine recht spezielle Konstellation, letztes Jahr in R 1 in NY raus, hat also nichts zu verlieren. In Kitz gewonnen, bräuchte aber auch nicht antreten, da 18 Monate Weltrangliste und das bessere Ergebnis zählt, aber ein Vertrag oder Ankündigung, dort zu spielen. Alles ziemlich kurios...habe übrigens gehört, Antonitsch habe Nadal angefragt...

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "ATP CORONA TOUR 2020 - +++ DJOKOVIC IST COV-2 POSITIV !!! ++++" geschrieben. 10.07.2020

      Es gibt doch jetzt wieder einige tennisspezifsche Themen, die vielleicht den einen oder anderen doch interessieren.

      1. Die 18 Monatsweltrangliste - wem nützt sie, wem nicht ?
      2. Anscheinend fällt die gesamte China-oder Asientour aus, eigentlich wieder ein Freiraum, welche Turniere könnten da doch noch gespielt werden ?
      3. Kitzbühel in der zweiten Woche der US Open - anscheinend darf dort nicht antreten, wer nicht auch bei den US Open antritt...

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 10.07.2020

      1968 - ein echter Einschnitt in der Geschichte der BRD, aber auch sonst in der Welt. Gegen den Vietnamkrieg, der sich mit über einer halben Mio. Mann US - Armee auf vietnamesischen Gebiet dem Höhepunkt nähert, demonstrieren Menschen in aller Welt. Dazu gibt es weiterhin die Studentenunruhen, das Attentat auf Rudi Dutschke ist in der BRD der Höhepunkt. Dazu kommt in den USA das tödliche Attentat auf Martin Luther King. Die sog. Notstandsverfassung tritt ab dem Juni in Kraft, die zur Bildung der APO (Außerparlamentarische Opposition) führte. In der CSSR wird der Prager Frühling nach anfänglichen Erfolgen von kommunistischen Hardlinern und russischen Panzern blutig beendet. Dazu kommt die Hippie und Flower Power - Bewegung auf - so u.a. die Kommunarden, die eine neue Form des Zusammenlebens bedeuteten.

      Heute fange ich wieder mit dem Weib an. Die Jahrgangsbeste für 1968 ist die Tschechin Jana Novotna. Sie ist eine der wenigen Jahrgangsbesten, die bereits vst ist, 2017 - und sicher auch die letzte, die das Ende erreichte, bevor die Reihe der Jahrgangsbesten endet. Sie war in den 90er Jahren die letzte, die das S&V - Spiel mit Erfolg durchzog. Leider endete S&V auf der Damentour weitgehend mit ihrem Rücktritt 1999. Seither hat es nur noch wenige echte S&V - Spielerinnen gegeben und noch weniger, die damit auch richtigen Erfolg hatten.Das bedeutete und bedeutet einen klaren Qualitätsverlust im Damentennis, da allein dadurch die Vielfalt der Stile bereits ein Stück weit verloren ging.

      Die Tennisprofikarriere der Jana Novotna begann 1985, am Ende des Jahres war sie im Einzel an Nr. 305 verzeichnet. Erstmal hatte sie im Doppel mehr Erfolg. 1986 war sie sowohl im Einzel, als auch im Doppel Top 200. 1987 begann sie dann als Tennisprofi mit dem ersten Doppeltitel. Im Einzel erreichte sie zu einer Zeit, als noch viele S&V spielten (u.a. Navratilova) die Top 50 im Einzel und die Top 30 im Doppel. Ende 1988 erreichte sie ihren ersten Einzeltitel, und sogar zwei GStitel - im Mixed. Bei Olympia 1988 holte sie mit Sukova die Silbermedaille in Seoul. Schließlich gewann sie auch noch den FedCup. 1989 gelang ihr der Durchbruch. Im Doppel gewann sie Wimbledon mit Sukova (s.o.), im Einzel erreichte sie Platz 11 am Ende des Jahres. Wieder gewann sie zwei GStitel, wieder im Mixed. 1990 wurde Mandlikova ihre Trainerin. Prompt erreichte sie ihr erstes HF auf Einzelebene, in Paris verlor sie dort nach Siegen über Sabatini und Maleewa gg. Graf. In W. erreichte sie erstmals das VF, am Ende des Jahres war sie die Nr. 13 im Einzel, im Doppel aber schon die Nr. 2. 1991 war sie im Doppel die Nr. 1, und erstmals auch im Einzel Top 10 am JE. Bei den A.O. schaffte sie tatsächlich erstmals den Sieg über Graf mit 5:7, 6:4, 8:6. Danach besiegte sie auch noch Sanchexz-Vicario, um dann gg. den Teenager Seles gut auszusehen, aber nach drei Sätzen doch noch das Finale zu verlieren. Nach einer längeren Durststrecke sollte ihr nächster großer Erfolg eine tragische Niederlage sein. Nachdem sie im HF Navratilova besiegt hatte (ein schöne S&V - Schlacht), führte sie im W.Finale 1993 gg. Graf im dritten Satz mit 4:1 und Spielbällen zum 5:1, als sie nicht zum ersten Mal die Nerven verließen. Graf ergriff die Möglichkeit und gewann fünf Spiele hintereinander. Bei der Siegerehrung brach Novotna in Tränen aus, die Herzogin v. Kent musste sie trösten.

      Im Jahr darauf verlor sie an gleicher Stelle im VF der alten Navratilova, die nochmal das Finale erreichte. In NY erreichte sie zwar erstmals das HF, dort war aber mal wieder Graf stärker. Ab Mitte der 90er Jahre spielten die Damen immer weniger S&V, und die neuen Spielerinnen konnten es nicht mehr. Ab 1995 war Novotna damit eher ein Exot auf der Damentour, denn nur noch wenige spielten diesen Stil so konsequent (etwa Tauziat noch). Novotna spielte ein solides Jahr und erreichte in W. das HF, wo sie zwar den ersten Satz gg. Graf gewann, dann aber verlor. 1996 war wieder ein gutes Jahr, Novotna war nun eine der erfahrensten Spielerinnen auf der Tour und erreichte endlich die lange verpassten Einzeltitel, so den von Zürich, wo sie die kleine Hingis klar besiegte. In Atlanta gewann sie das Match um Platz 3, verlor aber das Match um Gold im Doppel. 1997 kam sie erneut ins Finale in W. Gegnerin war die mittlerweile zur Nr. 1 avancierte Hingis. Zwar gewann Novotna den ersten Satz, dann verlor sie jedoch, wenngleich diesmal auch ohne Tränen. Mit dem Finale erreichte sie ihre höchste Platzierung in der WR, die Nr. 2. Am Ende des Jahres gewann sie WTA - Abschlussturnier gg. Pierce und hatte damit endlich auch im Einzel einen großen Titel. 1998 sollte ihr Jahr werden. Mit 29 J. gewann sie erst gg. den Teenager Venus Williams, dann gg. Hingis und schließlich in einem Match der erfahrenen Spielerinnen, im letzten reinen S&V - Finale in W. bis heute, gg. Tauziat ihren ersten und letzten GStitel. In NY hätte sie sogar Nr. 1 werden können, doch in ihrem besten Jahr als Tennisprofi (sie gewann gleich drei GSturnier im Doppel) verlor sie gg. Hingis in drei Sätzen im HF. Ende des Jahres war sie Nr. 3 der Welt. Ihren letzten Titel im Einzel gewann sie in Hannover gg. Venus Williams und beendete 1999 ihre Karriere.

      1 GStitel im Einzel, drei Finals, 12 GStitel im Doppel und 4 im Mixed, 24 Einzeltitel, 76 Doppeltitel und 11 Mio. $ Preisgeld - am Ende konnte Novotna trotz der Tränen zufrieden sein. Ihren Spielstil, Chip and Charge, S&V und vieles mehr, blieb lange verschollen und bis heute sind auf der Damentour die reinen S&V- Spieler leider verschwunden...

      Fapfaktor ? nun war Novotna zwar nicht häßlich, aber auch nicht wirklich hübsch - im Gegensatz zu ihrem Tennis, dazu war sie lesbisch (schon wieder eine) und ist schon vst - daher brauchen wir viele Entschädigungen. Alle drei stammen aus dem Jahr 1957 und waren in 90er Jahren noch immer faptastisch unterwegs - Shannon Tweed, eher in d. USA bekannt für "Erotikthriller", dann die gute Schauspielerin, Bondgirl und Modell Carole Bouquet, schließlich Heather Thomas, eine der heißesten US - Mädels aus dieser Zeit.

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "ATP CORONA TOUR 2020 - +++ DJOKOVIC IST COV-2 POSITIV !!! ++++" geschrieben. 09.07.2020

      Zitat von Görgianer im Beitrag #2528
      Zitat von Jinzo-Lord im Beitrag #2526
      GOAT-ev spielt kommende woche nun doch nicht in berlin.

      ...damit kann man das Superspreading-Event absagen. Wegen Ficknick schaut sich das keiner an


      Falsch, der einzig wahre Tommy Haas spielt ! Ist das die Vorbereitung für ein Comeback auf der Tour ?! Wir wollen !

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "ATP CORONA TOUR 2020 - +++ DJOKOVIC IST COV-2 POSITIV !!! ++++" geschrieben. 08.07.2020

      Zitat von Görgianer im Beitrag #2511
      Seuchennole spielt wohl keine US-Open:
      "Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei den US Open spielen werde. Ich habe vor, im September in Madrid, Rom und Roland Garros zu spielen", sagte der 33-Jährige Superspreader.
      (Quelle: Internet)


      DAS könnte eine Superkonstellation werden. Big 3 in NY nicht dabei ?! Das dürfte denn das erste Mal seit über einem Jahrzehnt werden, dass alle der Big 3 ein GSturnier verpassen. Dazu dann noch Thiem, der wegen Kitz selbverständlich wenig Ambitionen in NY haben könnte, und sowieso dort noch nie was gerissen hat.

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 07.07.2020

      FUN FACT - Wusstet ihr folgendes - das BumBum Eis des Herstellers Schöller ist 1986 wegen Boris Becker entstanden, Schöller war ein weiterer Sponsor. Das Eis mit dem Kaugummi als Stiel/Schlägerende, mit der roten Glacierung und dem Vanilleeis soll einen Boris Becker Schläger darstellen. Der Puma Boris Becker Super war ab 1986 auch teils rot lackiert. Es (also das Eis, nicht der Schläger, der wird schon lange nicht mehr produziert) wird bis heute verkauft.

      Nachtrag: Uns Rogi hatte nicht nur Edberg als Vorbild, sondern noch vor dem uns Boris. Recht so ! Auch wenn uns Rogi nie die Volleyqualität von Becker, Stich, McEnroe, Edberg oder Sampras erreichte, bis Edberg sein Trainer wurde...

      Achso, uns Rogi war nur bis 1992 Fan von Boris. Dann entdeckte er dass Boris den Bimbobimser machte und als halber Südafrikaner fand er das falsch. Daher wurde dann Edberg sein Vorbild. Der hatte innerhalb seiner Rasse geheiratet.

      Nachtrag 2: Uns Boris hatte auch einen zweiten Vornamen - er hieß Boris Franz Becker.

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 06.07.2020

      In Melbourne war er noch kein Bimbo bimsender BimboBimser, der BB (Bimbobimser). Da hatte er noch seine Hamburger Freundin. Erstmal war uns Boris auf Wolke 7 und feierte ohne Unterlass, Nr. 1, 5 GStitel und trotzdem erst 23 Jahre jung - da sollte doch noch viel mehr gehen, oder ? Das Problem war aber die Motivation, und das manchmal nicht ganz so profihafte Verhalten, dazu kam der ständige Medienrummel, die Frauengeschichte und und und... Boris hatte öfter mal Probleme mit dem Gewicht, hatte ja ohnehin einen massigen Körper. Mit 1.89 - 1.92 m - die Angaben variieren da - ist er der Längste unserer bisherigen Jahrgangsbesten, aber eben auch der schwerste. Edberg und Lendl waren mit 1.88m deutlich leichter. Das Gewicht half beim Bumm-Bumm - Aufschlag, in den er sein ganzes Gewicht reinlegen konnte. Das half nicht bei der Beinarbeit.

      Drei Wochen war er zunächst die Nr. 1. Im Februar kam dann allerdings die Trennung von Bob Brett, dem Trainer, der mit ihm die größten Erfolge hatte. Drei Monate lang war Pilic Aushilfstrainer. Im Mai 1991 war dann endlich der Tscheche Smid der neue Trainer. Becker hatte neue Motivation und ging die nächste Aufgabe an - endlich ein Sandturnier gewinnen und vielleicht auch den Career Slam (obwohl das damals niemand so nannte). In MC kam die zweite Chance nach HH 1990. Becker verlor denkbar knapp gg. Bruguera, schon wieder eine verpasste Chance. In Paris ging es wieder und zum dritten Mal bis ins HF. Dort war gg. Agassi Endstation - und dies sollte denn auch die letzte realistische Chance auf einen Titel in Paris gewesen sein. Das Jahr hatte aber noch eine weitere unliebsame Überraschung für Boris parat.

      Der "Spieler Stich"
      Schon in Paris 1991 deutete sich an, was Pilic in dem Jahr als "Mount Everest" für das dt. Herrentennis nannte. Ein dt. Finale war in Paris möglich. Doch Stich scheiterte in seinem ersten HF an Courier und Becker an Agassi. In W. sollte es dann das Finale Stich - Becker geben...Stich hatte mit Edberg im HF den größeren Spieler besiegt. Becker unterschätzte ihn trotzdem. Nicht ganz auf der Höhe seines Schaffens verlor er mit 4:6, 6:7, 4:6 im ersten (und letzten ?) rein deutschen Endspiel von W. - der Schiedsrichter beendete es trotzdem mit "Game, Set, Match Becker" - er war es so gewohnt. Becker mochte den intellektuell vielleicht etwas besser dastehenden Stich (der hatte Abi, Becker mit 16 die Schule verlassen) nicht. Es waren zwei grundverschiedene Typen - leider stand Becker außerhalb des Platzes oft neben sich (Training war nicht gerade seine Leidenschaft), während das bei Stich auf dem Platz der Fall war. Nach dem Sieg in W. gab es erstmals für Becker nationale Konkurrenz, nachdem er nun sieben Jahre bereits dt. Nr. 1 war. Nach W. kamen erstmal weitere neun Wochen weltweite Nr. 1 hinzu. Für das dt. Herrentennis war das aber eine Traumsituation, der DTB konnte sein Glück wohl kaum fassen. Am Ende des Jahres spielten beide bei der ATP - WM in Ffm. - und waren in der Todesgruppe. Die Gegner hießen TV Agassi und Sampras - beides noch keine Champions, aber dennoch sehr gefährliche Gegner, gerade für die Deutschen. Becker wie Stich verloren gg. Agassi. Stich gewann in seinen drei Matches nicht einen Satz und beschwerte sich sogar darüber, es sei nichtmal ein Heimspiel, weil die Leute eher Becker als ihm zujubelten. Ein wenig naiv zu denken, er könnte kaum an der Spitze angekommen, schon mit der Lichtgestalt Becker konkurrieren. Becker gewann gg. Stich und dann auch Sampras in drei Sätzen. Leider schaffte es dann keiner ins HF.
      1992 kamen die beiden sich etwas näher und rangen sich zum gemeinsamen Doppel bei Olympia durch. Das wurde ein großer Triumphzug - die Goldmedaille war der große Erfolg. In HH kam es im HF zum Duell - und gab es eine 1:6, 1:6 Niederlage für Boris.
      1993 war Becker angeschlagen und es wurde das Jahr des Michael Stich. Konfus war es im DC. Im DC fehlte 1991 ab dem HF Becker, dafür spielte Stich, 1992 fehlte Stich ab dem VF ebenso wie Becker 1990, da Stich da noch höher hinaus wollte. 1993 spielte Becker nicht. 1994 gab es hitzige Debatten rund um die DC - Prämien - beide, Becker wie Stich sollten 2,5 Mio. DM/Jahr im DC verdienen. Die Verträge wurden so geschlossen. Dann das ganz große Drama 1995 - beide spielten endlich gemeinsam im DC. Doch die Tragödie folgte im HF, dort dann die Niederlage nach 2:0 noch mit 2:3. Becker spielte sein zweites Einzel nicht, Stich verlor trotz 9 MB. Dennoch - anders als zu Anfang waren sich Becker/Stich in der späteren Phase näher gekommen.

      Boris Becker und das Geld
      Apropos Geld - 2,5 Mio. DM/Jahr für den DC waren 1995 noch eine große Summe, heutzutage sind es ja in der Spitze 95 Mio. € an Gesamtverdienst, was damals völlig undenkbar war. Doch Becker sorgte im Verbund mit Tiriac für eine Preisgeld- und Werbegeldexplosion. Dazu kamen Antrittsgelder, wegen denen ja etwa Vilas 1982/83 fast gesperrt worden wäre. 1985 war Becker es, der nachfragen musste, was er denn jetzt eigentlich an Preisgeld erhalte. Es waren 130.000 Pfund, also 520.000 DM. Tiriac war zu dem Zeitpunkt bereits ein Jahr Manager, er hatte die Eltern überredet, ihn statt den mächtigen McCormack von IMG zum Manager zu machen. Den Rolls-Royce, mit dem er in Leimen vorfuhr, hatte er gemietet...ein Jahr später startete er die Explosion. In der Pressekonferenz nach dem Titel in W. meinte er, er werde eine Liste von Journalisten erstellen, die mit Hr. Becker ein Interview machen durften. 150.000 DM kostete ein 2 Std. - Interview. Bald war Becker der Dt. Bank Liebling. Sein Ausrüster Ellesse erzielte ein Umsatzplus von fast 20 %. Becker spielte den Vilas-Schläger von Puma, der flugs in Boris Becker Super umbenannt und neu lackiert wurde. Puma wurde für wenige Jahre Weltmarktführer bei den Rackets, das Racket von Boris verkaufte sich 150.000 Mal im Jahr. Die Firmen standen Schlange und schon mit 18 hatte Becker die erste Mio. in der Tasche. Schon in den 80er Jahren folgten etliche Mio. mehr. Mit Tiriac geriet er im Sommer 1993 in einen Streit, der zur Aufkündigung der Partnerschaft führte. Tiriac bekam anscheinend 10 % der Preisgelder und 30 % der Werbeeinnahmen, nicht wenig. 15 Mio. DM soll Becker 1994 an Tiriac bezahlt haben. 1993 schloss er einen Vertrag mit Lotto, 50 Mio. DM/5 Jahre. Der RA Meyer-Wölden wurde Beckers neuer Manager. Am Ende seiner Karriere soll Becker 80 - 180 Mio. € Vermögen gehabt haben. Zu den zig Skandalen und Finanzaffairen nach seiner Karriere schreibe ich besser nichts, da das dann doch zu weit führt. Schon während seiner Karriere gab es Finanzskandale, 1993 zog er von MC nach München und musste ein Verfahren wg. Steuerhinterziehung ertragen. 1999, bei seinem letzten Wimbledonturnier, betrug das Preisgeld für den Sieger dann schon 455.000 Pfund - eine Entwicklung, die aufgrund der Beckermania in den 80er und 90er Jahren den Turbo bekam.

      Boris Becker und seine Rivalen
      Den Turbo verpasste Becker seinen Rivalen wie umgekehrt. Schon 1991 war klar, welche Rivalen Becker insgesamt in seiner Karriere hatte.

      Mc Enroe ? Mc Enroe meinte vor W. 1985, es wäre gut, wenn Becker in die Top 5 käme. Er meinte, es wäre gut für das Tennis. NICHT wollte er, dass Becker um die GSturniere mitspielt, denn da wollte er noch mitreden. Es kam anders. 8:2 für Becker, der aber leider ausgerechnet gg. den besten McEnroe 1992 in R 3 bei den A.O. als TV verlor. Zwei echte Hitzköpfe auf dem Platz...

      Lendl ? zwei echte Kontrahenten, leider verlor Becker das letzte Match bei den US - O. in fünf Sätzen 1992 gg. Lendl, 11:10 für Lendl
      Edberg ? der liebste Gegner, auch weil Becker so häufig gewann, leider verlor er unnötig im HF in Paris 1989 und W. 1990 - 25:10, aber bei GSturnieren nur 1:3
      Stich ? 8:4 für Becker, der aber das wichtigste Match im W.Finale verlor, auch das 1:6, 1:6 in HH war schmerzhaft
      Agassi ? der Hassgegner, leider auch der Angstgegner: 5:9
      Sampras ? legendäre Matches, aber leider auch eine negative Bilanz: 7:12

      Das Spiel des Boris Becker
      Wir alle wissen, wie Boris gespielt hat. Er war einer der besten S&V - Spieler, die das Profitennis je gesehen hat. Bumm-Bumm Becker hatte eine fast hypnotisch wirkende Aufschlagbewegung, die er im Laufe der Jahre perfektionierte. Schon 1985 schlug er 20 Asse im W.-Finale, leider beginnen die Ass - Statistiken der ATP erst 1991, ansonsten wäre er weiter vorne. Dazu kam der Becker-Hecht bzw. die Becker-Rolle am Netz, der Becker - Blocker als Return. Sein Aufschlag war beim ersten wie zweiten sehr gut, seine Vorhand krachend und gerade in frühen Jahren wohl beeindruckend. Die Rückhand kam an guten Tagen ebenso gut wie die Vorhand, an schlechten spielte er zuviel Slice. Das lag dann auch an der echten Schwäche, der Beinarbeit. Technisch war Becker wirklich gut, seine Volleys kamen schärfer als alle anderen bis auf Edberg und Sampras. Und mental ? da war er ein Monster. Der Comebecker durfte niemals abgeschrieben werden. Allerdings konnte wohl auch niemand so unterhaltsam auf dem Platz hadern.

      Der späte Becker: die Legende
      Direkt nach der Niederlage gg. Stich 1991 dachte Becker erstmals über den Rücktritt nach. Doch noch hatte er nicht fertig. Anscheinend kurz vor der Hochzeit machte er erstmal mit der Hamburgerin Schluss. Seinen Führerschein verlor er für einen Monat. Dann verlor er in Indianapolis das Finale gg. Sampras und merkte erstmals, dass hier ein neuer Champion kommen könnte. In NY gab es eine desaströse R 3 Niederlage gg. Haarhuis, einen recht hassenswerten Puncher. Dennoch war 1991 das zweiterfolgreichste Jahr Beckers, der in Ffm. bei der ATP-WM leider trotz zweier Siege über Sampras und Stich das HF verpasste. Im November lernte er Babsi kennen und wurde zum Bimbobimser. Ende des Jahres stand er auf Platz 3 - mit nur zwei Turniersiegen.

      1992 war im Grunde ein verschenktes Jahr. Boris ließ sich eine lange Mähne stehen, wirkte nicht mehr fit und verlor ausgerechnet auf der höchsten Ebene früh, immerhin immer gegen Legenden des Sports. Zuerst verlor er mit guter Leistung gg. den besten McEnroe seit wenigstens sechs Jahren in R 3 in Melbourne. Dann folgten ein paar Turniersiege, dann die Niederlage im HF in HH gg. Stich, berühmt ist das Foto, wo Boris auf Knien Michael anfleht, ihm doch wenigstens mal ein Spiel zu lassen - der kniete auch. In Wimbledon sprach die gesamte Presse von einer Ablösung der alten Garde, Edberg, Stich und uns Boris verloren im VF. Becker aber verlor gg. den späteren Titelträger Agassi in fünf Sätzen, was die Niederlage dann halbwegs relativierte. In NY verlor er wieder gegen einen der Alten, diesmal Lendl im AF in fünf Sätzen. Becker schien aber wieder auf dem richtigen Weg, nachdem er einige Monate früher Smid rausgeworfen hatte. Günther Bresnik war der neue Trainer, der, der Boris wieder zurück bringen sollte. Becker verlobte sich mit Barbara Feltus. Im schon üblichen Schlussspurt kam er nach Ffm., diesmal schaffte er es. Im HF gewann er ein sensationelles Match gg. Ivanisevic und gewann an seinem 25.Geburtstag gegen den neben Chang zweiten seiner Lieblingsgegner, Jim Courier. Dies war sein größter Erfolg in dem Jahr, noch vor der Goldmedaille mit Stich bei Olympia. Nr. 5 war er Ende des Jahres mit 5 Turniersiegen.

      1993 deutete vieles auf einen Abschied hin. Becker wollte erst im DC spielen, dann aber wieder Nr. 1 werden, und sagte ab. In Melbourne verlor er gg. Jarryd in R 1. Da war die Jagd dann auch schon wieder vorbei. Die Verletzungen häuften sich. Wie immer dachte Becker aber anders - es gab drei Saisons - vor Wimbledon, Wimbledon und nach Wimbledon. In W. rächte er sich im VF an Stich für die Niederlage in Queens in fünf Sätzen, verlor dann aber gg. Sampras im HF, der dann seinen ersten GStitel in W. gewann. Ende des Jahres flog Becker aus den Top 10 und verpasste die WM. Das TM titelte schon "Bye-Bye Boris". Neuer Trainer war Bollettieri, der Schleifer aus den USA. Ende des Jahres heiratet Boris, da ein Mulatte kurz vor der Geburt steht...

      1994 kam Becker zurück, wenngleich auch erstmal gebremst von seinem Sohn Noah Gabriel, er ließ die A.O. aus. In Rom erreichte er das Finale, wieder eines auf Sand, und verlor klar gg. Sampras, was aber zu erwarten war. Paris ließ er aus. In W. reichte es wieder zum HF, es kam aber zu einer fast blamablen Dreisatzniederlage gg. Ivanisevic. David "Red" Ayme war da der Coach, von Nick abgestellt. Bei der ATP - WM erreichte er das Finale, verlor aber in vier Sätzen gg. Peaksampras. Ein sehr durchwachsenes Jahr, mit der peinlichen Erstrundenniederlage in NY...aber Becker war wieder die Nr. 1 im dt. Herrentennis und die Nr. 3 der Welt.

      1995 startete Becker endlich nochmal durch, zum Endspurt. Doch erstmal gab es eine peinliche Erstrundenniederlage gg. den jüngeren McEnroe in Australien. Die erneut ausgerufene Jagd auf die Nr. 1 schien schon wieder zu Ende zu sein. Becker schlug sich schon wieder mit Verletzungen herum. In I.W. erreichte er das HF, verlor aber gg. Agassi in einem guten Match. In MC - seiner früheren Heimat - spielte er wohl das beste Sandplatztennis seines Lebens. Und doch wurde es eine Tragödie. Im vierten Satz hatte er im TB gg. das Sandplatzmonster Muster bei 6:4 zwei MB. Der MB bei eigenem Aufschlag versiebte er per DF, mit 190 km/h mit dem zweiten Aufschlag ! Zuviel Risiko, völlig unnötig ! Noch heute ist das ...danach war Muster wieder der Sandplatzherrscher, er gewann nach 0:2 Satzrückstand Satz 5 mit 6:0. Boris war konsterniert ich fast am - die schlimmste Niederlage jemals. Diesen Titel musste er gewinnen. Das Beste war noch, dass Muster eigentlich bereits fertig ins Finale ging, hatte er sich doch davor schon völlig verausgabt. Aber irgendwie schaffte er es dann doch. In Paris war Boris auf gutem Weg, als der Regen einsetzte. So schlug ihn ein Nobody in R 3, bei seinen letzten F.O.. In W. setzte 10 Jahre nach seinem Sieg niemand mehr auf einen erneuten Sieg, den etwa Connors 8 Jahre nach seinem ersten Sieg noch schaffte. 10 Jahre nach seinem W.Sieg schaffte Connors es nochmal ins Finale. Becker wollte den Titel. Im HF setzte niemand mehr auf ihn, als er einen Satz und zwei Breaks gg. Agassi zurück lag. Aber da kam der neue, eiskalte Boris zum Vorschein. Berechnend, mental überlegen, gerissen, ja fast schmutzige Tricks zeigend, gewann er gg. den Vegasboy, indem er viel Slice spielte und auf echtem Rasen von der Grundlinie spielte. Agassi verlor - und selten zuvor war ein Sieg so süß.

      Gegen Sampras war im Finale dann allerdings nur ein Satz zu holen. Peaksampras war zu stark, Boris ein wenig angeschlagen, den ersten Satz gewann er noch im TB, danach war Ende Gelände. Aber die Ehrenrunde musste er vor den jubelnden Fans trotzdem drehen, sowas hat es in der Open Era noch nie und nie wieder gegeben. Bei den US - O. erreichte Becker das HF, dort erreichte Agassi in vier Sätzen die Revanche. Ende des Jahres gewann Becker die ATP - WM gg. Chang im Finale. Ende 1995 konnten die Fans wieder auf den besten Becker - noch die Nr. 4 - hoffen. Der DC geriet aber wie schon geschrieben zur Tragödie, das Traumfinale gg. die USA kam nicht zustande, da das Aus im HF kam. Beckers neuer Coach Brian de Palmer leistete Großes; Boris war fitter denn je. Der krönende Abschluss seines großen Comebacks kam in Melbourne. Dort schlug er Chang im Finale und gewann tatsächlich nochmal einen GStitel - endlich nach fünf Jahren wieder. Die Mitgliederzahlen des DTB erreichten in dieser Zeit den Höchststand, im TV wurden über 2000 Std. Tennis gezeigt. Wieder machte Boris der Körper einen Strich durch die Rechnung. Mehr schlecht als recht erreichte er die Rasensaison. Dort gewann er im letzten klassischen Match gg. Edberg in Queens und ging als Mitfavorit nach W. .Dort geschah es - in R 3 riss bei einem versuchten Return die Strecksehen bei der Schlaghand ein - Becker stand erneut kurz vor dem Rücktritt. Bedenkt man, dass auch Sampras vorzeitig verlor, war dies die letzte realistisch große Chance auf einen Titel in W.. Aber so wollte er es nicht enden lassen. Nach einigen Monaten kam er zurück auf die Tour. Nach einigen Versuchen gewann er in Wien und besiegte dabei Stich. Dann kam Stuttgart, damals ein Super 9 Turnier, was heute die 1000er Turniere sind. Becker gewann in einem der besten Matches des Jahres gg. Sampras in fünf Sätzen - es war ein Fest. Sampras war deprimiert und meinte, Becker wäre der Indoorkönig. Sehr bald sahen sich die beiden wieder. In den Gruppenspielen bei der ATP - WM Premiere in Hannover gewann Becker wieder. Im HF schlug er den Wimbledonsieger Krajicek. Im Finale kam es zum Match der Matches gg. Sampras. Dies war das beste Match aller Masters, ATP - WMs und der sonstigen Abschlussturniere - und Becker verlor es in vier Stunden. Dennoch gab es zwei Sieger - und erneut Hoffnung auf eine Zukunft mit Becker...

      Becker - der Teilzeitprofi
      Doch Becker war mit 29 Jahren mittlerweile körperlich zu angeschlagen, um weiter auf höchstem Niveau Tennis spielen zu können. Den Compaq Grand Slam Cup 1996 gewann er noch gg. Ivanisevic und erzielte die größte Börse seiner gesamten Karriere, was Preisgeld anbetrifft (waren ca. 6 Mio. $) - das war sein 50. Titel (inoffiziell, denn es gab keine Punkte). Im Folgejahr verlor er als Nr. 6 der Welt und TV bei den A.O. in R 1 gg. Moya, der ihn schon in Paris-Bercy im Vorjahr besiegt hatte. Immerhin kam Moya dann ins Finale, doch für Boris war dies das Zeichen, nur noch auf W. hinzuarbeiten. Ständige Verletzungen verhinderten eine ordentliche Vorbereitung, er spielte in Halle und verlor im HF. In W. erreichte er das VF, musste aber leider schon dort auf Sampras treffen. In vier Sätzen war Boris Niederlage da. Boris trat damit von der großen Bühne ab - selbst sein Trainerteam wusste davon nichts. Boris wusste, er konnte schon seit Jahren die F.O. nicht mehr gewinnen, die A.O. seit einem Jahr nicht mehr, und in W. gab es Sampras. Becker wollte aber weiter auf den kleineren Turnieren antreten - ein halber Rücktritt. Mit Ausnahme eines Sieges beim World Team Cup 1998 (auf Sand) blieben Turniersiege aus. 1999 trat er für ein Turnier vom Rücktritt zurück, um ganz zurück zu treten. Er spielte nochmal Wimbledon, gewann gg. die jungen Hüpfer Kiefer und dann Hewitt. Sollte er vielleicht doch noch ?! Aber nein, Rafter besiegte ihn letztendlich klar nach 1:3 im ersten Satz in drei Sätzen im AF. Aber das war ok, Rafter war ein guter S&V - Spieler und Becker hatte die peinliche Niederlage in R 1 gg. einen Nobody gerade noch abgewandt.

      Tennisjahre sind wie Hundejahre, soll Becker mal gesagt haben. Insofern war er ca. 100 Jahre Tennisprofi, was sich entsprechend auf seinen Körper ausgewirkt hat. Längst ist die Hüfte künstlich, und etliche andere Verletzungen, Knie, Handgelenk, Rücken sind in Mitleidenschaft gezogen. Doch am Ende hat es sich dann doch gelohnt.

      6 GStitel, 4 weitere Finale in W., 3x Sieger beim Abschlussturnier, legendäre Matches, 12 Wo. Nr. 1, 25 Mio. $ Preisgeld und der DC - Held über ein Jahrzehnt mit zwei Siegen dort (und 22 Siegen am Stück, nur der andere BB war besser) - Becker hätte vielleicht mehr gewinnen können, ja müssen - doch am Ende ist dies immer noch eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Für die Top 20 der ewigen WR reicht es, und wohl für immer auch für die Nr. 1 in Deutschland.

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    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 04.07.2020

      Einmal musste es zum großen Giganten des dt. Tennis kommen, zum erfolgreichsten Tennisprofi, den Deutschland je hatte, zu einem "Gamechanger". Boris Becker ist der Jahrgangsbeste für das Jahr 1967. Obwohl er teils deutlich weniger gewann als Laver, Connors, Borg, McEnroe und Lendl, ist seine Wirkung auf das Profitennis insgesamt auf keinen Fall geringer, wenn nicht sogar als noch höher einzuschätzen. Dank Boris Becker erlebte der Tennissport ab 1985 weltweit erneut einen großen Aufschwung - und in Deutschland stiegen die Mitgliederzahlen des DTB von 1,3 Mio. auf 2,5 Mio. etwa zehn Jahre später. Er war der Motor des Aufschwungs - wenigstens für die Männer, die Weiber hatten zur selben Zeit die Gräfin - goldene Zeiten des Tennis in Deutschland. Werde wohl sicher zwei Posts brauchen, um einen möglichst umfassenden Einblick bieten zu können.

      Doch wie ging es los ? Aus dem kleinen Leimen (war eigentlich jemand schon mal im Museum ?) sollte es in die große Welt gehen. Mit 5 Jahren hatte Becker seinen ersten Tennisschläger in der Hand (Holzracket), mit 7 war er im Tennisklub in Leimen. Der später recht bekannte Breskvar war sein Trainer, der ihn bald in die Jugendspitze führen sollte, Schönborn brachte ihn 1978 im Jugendtopkader des DTB unter. Bereits 1982 gewann er mit 14 (!) Jahren die Orange Bowl, wenn auch nur im Doppel. Schon 1983 spielte das Bobbele das erste Profiturnier, einen Monat vor seinem 16.Geburtstag, in Köln verlor er in der ersten Runde - in jenem Jahr spielte er erstmals auf Rasen bei einem Jugendturnier nahe London und erreichte prompt das Finale. Danach ging es erstmal weiter auf der Jugendtour, Boris brauchte noch Zeit. 1984, mit dann 16 Jahren, spielte er teilweise bei den Herren und gewann seine ersten Matches. In Paris spielte er aber noch bei den Junioren mit. Da gab es einen Pacmanautomaten - und die Geschichte gibt es dann später...

      Fortsetzung: Paris 1984 - Spielautomaten waren in Zeiten des VIC 20 und C 64 noch große Wundermaschinen. So stand ein Pacmanautomat im Aufenthaltsraum für die Profis - und hatte die Aufmerksamkeit des Bobbele auf sich gezogen. Der verzockte das gesamte frz. Taschengeld an dem Automaten, zeigte aber dann die Becker - Faust, als er den Rekord erreichte. Ein Reporter sprach mit Günther Bosch über den Jungen und Bosch war noch skeptisch. In der zweiten Woche des großen Turniers spielten die Junioren. Becker spielte auch mit und gewann das erste Match. Am nächsten Tag war aber der Rekord gebrochen. Becker bekam wieder das Blitzen in die Augen, darauf weiteres Geld vom Reporter und holte sich den Rekord erneut. Dieser Rekord blieb - aber den Juniorentitel holte sich ein anderer, der Becker im Finale in drei Sätzen bezwang. Eine Linienrichterin und eine Tennisspielerin waren seine ersten Freundinnen - schon vor 1985.

      Sein erstes GSturnier spielte Becker, immer noch 16 dann in W.. Er gewann zwei Runden, ehe er in R 3 gg. einen gesetzten Spieler beim Stand von 1:2 nach Sätzen aufgeben musste - Bänderriss. Die Tage im Bordell - der DTB wusste anscheinend nicht, dass das kleine Hotel ein solches war und hatte es für Becker, Bosch gebucht. Becker fuhr im Rollstuhl vom Platz. Im AF hätte McEnroe gewartet...also war die Niederlage vielleicht nicht schlecht, die Verletzung aber schon. Erst im Oktober ging es weiter, Becker verlor da auch mal gg. Edberg. Ende des Jahres fanden die A.O. statt - auf Rasen. Also fuhren Becker/Trainer Bosch und auch Tiriac - der neue Manager hin. Die Reise verlief halbwegs erfolgreich - mit gerade mal knapp 17 Jahren erreichte Becker das VF. In dem Jahr gewann er auch in München, den Doppeltitel. Am Ende des Jahres war Becker aber noch immer nicht unter den Top 50. November 1984 sorgte Tiriac für den Umzug nach MC, steuerliche Gründe sprachen dafür, und Tiriac hatte ein Näschen für Goldquellen. Becker spielte mit 17 nach wie vor Juniorenturniere und gewann das Masters der Junioren. Becker fand sich auf der großen Tour aber immer besser zurecht und schlug die Alten Gerulaitis, Nastase und dann auch Edberg. In Rom erreichte er auf Sand das HF und verlor gg. Noah, der das Finale dort gewann. Boris war die Nr. 1 in Deutschland - kein Wunder, bei keinem einzigen Profi innerhalb der Top 50 außer ihm. Bei seinem dritten GSturnier und dem ersten in Paris unterlag er Wilander in R 2 glatt. Dann kam aber wieder Rasen - und Queens. Dort schlug er Cash und Kriek und gewann seinen ersten Titel auf der Tour. Die Tennisexperten nahmen ihn spätestens da wahr.

      Das Bobbele und der frühe Erfolg - Erwachsenwerden vor aller Welt
      Boris kam also nicht völlig namenlos in Wimbledon an. Er war die Nr. 20 der Welt, war aber bei nur 16 gesetzten Spielern ungesetzt. Den ersten Satz im Turnier verlor er noch, dann kam ein glatter Sieg in R 2. In R 3 kam es zum Duell gg. den Schweden Nyström, an 7 gesetzt. In einem dramatischen 5setter gewann Becker mit 9:7 im fünften Satz. Im AF gewann er gg. einen weiteren Gesetzten, wieder in fünf Sätzen. Im VF gewann er gg. den Rasenspezialisten Leconte, dann im HF gg. Jarryd wieder in vier Sätzen. Dann wartete weder Mc Enroe, noch Connors - sie hatten beide gg. den Südafrikaner Kevin Curren verloren, der 1985 erstmals ohne Holzracket auf der Tour war. Gegen ihn gewann Boris in vier Sätzen das Finale. Mit 17 Jahren und ca. 8 Monaten war Boris der jüngste GSturniergewinner bis dato und ist bis heute der jüngste Wimbledongewinner. Nur einer sollte jünger als er jemals ein GSturnier gewinnen, blieb aber anders als Becker mehr oder weniger ein Oneslamwonder. Beckers Sieg bescherte ihm Richard v. Weizäcker als Besucher im Finale, das Championsdinner (er war sehr erleichtert, dass er nicht mehr tanzen musste) und einen gewaltigen Widerhall in der gesamten Tennisszene. In Leimen gab es tausende, die ihn empfingen - obwohl er erstmal den Flug nach Nizza gebucht hatte (bzw. Tiriac das erledigt hatte). Ein Star war geboren. Wenige Monate später gewann er immer noch mit 17 in Cincinnatti und ist bis heute auch dort der jüngste Turniersieger. Bei den US O. an 8 gesetzt, traf er im AF wieder auf Nyström, der diesmal gewann, aber 1985 auch seinen Peak hatte. Seinen 18. Geburtstag feierte er im Flug nach Australien. Er verlor schon im ersten Match in fünf Sätzen - schon wieder ein Drama, diesmal als Tragödie. Immerhin war Australien so weit weg, dass der Aufschrei in der Heimat nicht so groß war, nichtmal ein 96er Feld kam dort zusammen. Boris hatte noch zwei weitere Highlights. Im DC führte er das dt. Team ins Finale und gewann gg. Edberg und Wilander, das Finale ging aber verloren. Gegen Lendl kam er noch nicht an - er verlor im Finale des Masters. Becker war irritiert von der großen weiten Welt, etwas naiv, aber auch abenteuerlustig genug, um sich hinein zu stürzen. Das Jahr beendete er an Nr. 6.

      1986 - eine Affaire mit der Tochter des Polizeipräsidenten von Monaco (Benedictine Courtain) begann. Sportlich spielte der 18-jährige nochmal bei den Junioren mit und gewann das Juniorenmasters - hat es wohl auch noch nicht gegeben. Trainer Bosch, Manager Tiriac, dann kam der Bespanner dazu und der Physio - das Team um Becker formte sich in dem Jahr. Becker war nach wenigen Monaten langsam in Topform und besiegte bei seinem vierten Turniersieg insg. erstmals Lendl. In Paris verbesserte er sich und erreichte das VF, verlor dort aber gg. einen weiteren Schweden in deren goldener Ära, Pernfors in vier Sätzen. In Queens konnte er den Titel nicht verteidigen, dafür dann aber in W.. Dort schlug er Lendl erneut und zwar in drei Sätzen. Anders als 1985 hatte er seine Emotionen das ganze Match über im Griff. Er bestätigte seine Ausnahmestellung auf Rasen und war erstmals Nr. 2 der Welt, nur Lendl war noch besser, aber nicht auf Rasen. Auch die Luxuswelt war Becker nun gewohnt. Becker war nun mit 18 Jahren gereift. Sechs Turniersiege, etliche Siege gg. Connors, Lendl und Edberg und die Nr. 2 bedeuteten - Becker war auf dem Weg zur Nr. 1. In drei Wochen gewann er auf drei versch. Kontinenten Turniere (Sydney, Tokio, Paris). In NY lief es aber nur halbwegs gut, er verlor im VF gg. die "Katze", Mecir - natürlich erst in fünf Sätzen. Am Ende des Jahres war Lendl wieder zu stark und gewann das Masters gg. Becker im Finale, trotz neuer Atemtechnik und Konzentrationsübungen. Wieder war er Sportler des jahres und diesmal sogar Europas Sportler des Jahres, dazu Ehrenbürger von Leimen.

      Bumm-Bumm Boris - der erwachsene Boris Becker - erste Tiefen, dann wieder Höhen
      1987 fanden die A.O. wieder zu Jahresanfang und immer noch auf Rasen statt. Beste Möglichkeiten also, um Titel Nr. 3 zu holen. Doch Becker verlor in R 3 gg. den Australier Masur, natürlich in fünf Sätzen. Das war sicher ein erster richtiger Tiefpunkt - Becker tobte auf dem Platz und zerbrach Schläger (2000$ Strafe), drohte, nie mehr zurück zu kommen. Wenige Wochen später musste Trainer und Ersatzvater Bosch, der Boris in aller Öffentlichkeit mangelahfte Einstellung vorgeworfen hatte, gehen, Boris hatte sich emanzipiert. Beckers Form zeigte bald wieder nach oben, er erreichte in Paris erstmals das HF und gewann in Queens. Alles war angerichtet für Titel Nr. 3 - schließlich meinte Becker im Vorjahr, er wolle es wie Borg machen und fünf Titel in Folge gewinnen. Doch dann kam die R 2 - und eine Niederlage gg. einen Nobody. Für alle anderen eine Katastrophe, doch Becker wollte dies nicht wirklich eingestehen. "Niemand ist gestorben" - Becker ordnete die Niederlage richtig ein. Zwei Jahre zuvor hatten ihm alle bis nach dem Turniersieg verschwiegen, dass sein Opa verstorben war. Dennoch ließ er es schleifen. Der einzige wahre Höhepunkt war der unglaubliche 5-Satz Sieg gg. Mc Enroe im DC, ein Sechsstundenmatch. In NY verlor er schon wieder vorzeitig, diesmal gg. den unbequemen Gilbert, der einer der frühen Angstgegner werden sollte. Das Jahr beendete er trotz der Schwächen auf Rang 5.
      1988 wurde deutlich besser. Die ersten Rückschläge waren überwunden, ein neuer Trainer Bob Brett gefunden. Die A.O. sagte er erstmal ab, legte dann aber los. In Paris gibt es das enttäuschende Aus im AF gg. Leconte, der allerdings in Topform ist. Becker gewann sieben Turniere, und verlor nur das achte Finale - leider das gg. Stefan Edberg in Wimbledon in vier Sätzen. Am Ende des Jahres ist Becker trotz bereits eintretender körperlicher Probleme (Muskelfaserentzündungen) in Topform, gewinnt den Klassiker beim Masters gg. Lendl in fünf Sätzen mit einem Netzroller - bis heute mit über 4 Std. 40 min. das längste Finale beim Finale und mit das beste (später sollte es noch ein leicht besseres geben). Nicht zu vergessen - er gewinnt auch das vorletzte WCT - Finale gg. Edberg in vier Sätzen. Und auch den DC kann er endlich gewinnen, Deutschland ist mit der Gräfin und dem Helden Becker im Tennisrausch. Becker hatte eine Affaire mit der Prinzessin Stephanie von Monaco und dann eine weitere Freundin, eine Studentin aus HH (aus dem Kreis der Hausbesetzer, Boris war nun "Rebell").

      Die Jagd auf die Nr. 1
      1989 setzte Becker die Anfang 1987 abgebrochene Jagd auf die Nr. 1 fort. Becker war sportlich nie besser als in dem Jahr. Er startete als Nr. 4 der Welt und erreichte in HH das Finale, verlor aber völlig unnötig einem Noname. Dann scheiterte er in Paris an Edberg in fünf Sätzen. Dies war die beste Möglichkeit, auch in Paris zu gewinnen, das war in den 80er Jahren noch für S&V - Spieler möglich. In W. dominierte er Edberg im Finale, nachdem er Lendl im HF in fünf Sätzen bezwungen hatte. Sogar in NY strahlte nun sein Stern, gg. Lendl gewann er erneut und damit auch den Titel. Den DC konnte er verteidigen, den Masterstitel nicht, im Finale verlor er gegen Edberg. 1990 versetzte er erstmal dem DTB einen Schock, indem er seine Teilnahme am DC absagte. Die Nr. 1 war der Nr. 2 wichtiger. Gleichwohl kam er ihr erstmal nicht näher, in Melbourne kam das Aus im VF gg. Wilander. In Paris gab es die große Enttäuschung, gg. einen jungen Ivanisevic in R 1 zu verlieren. In Queens verlor Becker das Finale glatt gg. Lendl. Längst waren da Fragen nach der Form aufgetaucht. In W. kam er wieder ins Finale, hatte aber zuviel Schlafmittel genommen und wachte erst bei 0:2 Satzrückstand auf. Er holte auf, verlor gg. Edberg aber Satz 5. Becker spielte von da ab wieder um die Nr. 1 mit. Er folgte nicht mehr Lendl, sondern nun Edberg. In NY verlor er im HF gg. Agassi, der zweite Hassgegner bzw. ab und zu auch Angstgegner. Allerdings spielte Becker Turnier um Turnier und gewann einiges, in Paris gewann er gg. einen gewissen Newcomer Stich mit 6:2, 6:1. Beim ATP - Finale in der Festhalle in Mainhattan gewann er alle drei Gruppenmatches, verlor dann aber im HF schon wieder gg. Agassi. Am Ende des Jahres war er die Nr. 2 und zum vierten Mal Sportler des Jahres.
      1991 sollte das Jahr des Gipfels werden. Becker spielte wieder in Melbourne, hatte dort aber noch nie das HF erreicht, eine schlechtere Bilanz als in Paris - bis dahin. In R 3 kam es zum bereits gewohnten Drama - Becker bezwang den Itaker Camporese mit 14:12 in fünf Sätzen. Danach war Becker - die Nr. 1 im Blick - unbezwingbar. Becker gewann gegen seinen alten Rivalen Ivan Lendl im Finale nach 1:6 noch mit 3:1 Sätzen - er gewann erstmals in Australien, seinen fünften GStitel und war endlich die Nr. 1. Der Gipfel war erreicht. Mehr dann in einem weiteren Post...

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    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Eure Lieblingsfilme und Serien" geschrieben. 04.07.2020

      Zitat von Darth Roger im Beitrag #7962
      Zitat von The Fearhand im Beitrag #7960
      Zitat von Darth Roger im Beitrag #7958
      Ich mag Emmerich. Der steht wenigstens zu seinem Schema. Wenn schon uferlosen Bullshit produzieren, dann aber wenigstens konsequent.

      Jo, genau wie Bay. Wissen was ihre Zielgruppe ist und versuchen nicht ihre Filme intelligenter wirken zu lassen als sie es sind. Man muss sie für ihre self-awareness respektieren.


      Bay funktioniert bei mir leider nicht mehr. Auch dann nicht, wenn ich mein Gehirn vorzeitig ins Bett schicke. Es ist einfach zu viel von allem. Dieser Mann muss entfernt werden.

      Petersen>>>>>Emmerich>>>Boll>Bay

    • Tennisfanatic hat einen neuen Beitrag "Tennisprofis - die Jahrgangsbesten: von vorgestern bis (fast) heute !" geschrieben. 04.07.2020

      Und weiter gehts - das Jahr 1967 stand bereits im Zeichen der Revolution. Der Alte geht mit 91 Jahren in die ewigen Jagdgründe, nachdem er noch den Sturz seines unliebsamen Nachfolgers Erhard mit bekommen hatte - bis zuletzt erteilt er Ratschläge - auch an Kiesinger. Im Juni gibt es einen folgenreichen Besuch des Schahs in Deutschland - die Studentenunruhen beginnen. Der Student Ohnesorg wird ein erstes Opfer eines Polizisten - eben während der Demonstrationen gegen den Schah. Theoretisch wie philosophisch von Adorno, Marcus und vielleicht Bloch unterstützt, gehen die Studenten auf die Straße und fordern den Muff auszukehren - "Unter den Talaren der Muff von tausend Jahren !" Leider gibt es auch einige Irrungen und Wirrungen - etliche Studenten singen schon in dem Jahr Ho Ho Ho Chi Minh - anscheinend unwissend, dass eben jener auch für etliche Greueltaten im Vietnamkrieg verantwortlich war. Schließlich rennen etliche Studenten mit der "Mao-Bibel" herum - ahnungslos, dass eben jener Mao zu den größten drei Schlächtern der Moderne gehört, seiner Industrierevolution und den damit einhergehenden Hungersnöten fielen 40 - 100 Mio. Menschen zum Opfer, die menschenverachtende Kulturrevolution läuft auf vollen Touren. Che Guevara erwischt es in Bolivien.

      WIR lassen den Damen den Vorrang. Dort war es einigermaßen knapp - die bulgarische Schweizerin Manuela Maleewa-Fragniere musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Sie stand etliche Jahre in den Top 10 und war die erfolgreichste von drei Schwestern, die auch zweimal das HF eines GSturniers erreichte. Erfolgreicher war aber die Französin Nathalie Tauziat. Natürlich spielte sie einhändig und war eine der immer seltener werdenden S&V - Spielerinnen, die auch noch in den 90er Jahren Erfolg hatten. 1984 startete sie mit 16, 17 Jahren ihre Profikarriere, gewann aber erst 1990 ihr erstes Turnier. Insgesamt gewann sie dann aber auch nur 8 Einzeltitel (Rekord: 167, Navratilova). Ihr Highlight kam 1998, da kam sie ins Finale in W. und unterlag dort der letzten S&V - Spielerin mit Erfolg, Jana Novotna. Im Jahr davor gewann sie mit Frankreich den FedCup. 2000 wurde sie mit 32 J. und 6 Monaten tatsächlich erstmals Nr. 3 der Welt, die älteste Debütantin im erlauchten Kreis der Top 3. Nachdem es dann 2001 etwas bergab ging, spielte sie nur noch Doppel und beendete ihre Karriere 2003. Mit 6,6 Mio. $ Preisgeld und sicher einigen Werbemillionen hatte sie ein gutes Startgeld für das nun folgende Trainerleben. Heute ist sie Trainerin der "Kanadierin" Andreescu.

      Ebenso viel Aufsehen wie das Erreichen des Wimbledonfinals erreichte sie mit ihrem Buch von 2001, in dem sie die WTA Tour und den Sexismus gegenüber der Damentour beschrieb.

      Apropos - Fapfaktor ? mittelmäßig, daher brauchen WIR Alternativen. Faptastisch sind dabei die weitere Französin Isabelle Adjani, eine gute Schauspielerin mit einem Engelsgesicht (Nosferatu, Die Bartholomäusnacht), die von den 70ern bis in die 90er faptastisch war. Die andere ist Bo Derek immer noch 11 Jahre älter, die max. eine mittelmäßige Schauspielerin ist, aber gerade in den 80er Jahren mit einem Film (Zehn-die Traumfrau) ein Star wurde, der seinen Körper danach über ein Jahrzehnt noch gewinnbringend darstellen konnte.

      Zu den Herren komme ich später - dort wartet ein Gigant des Tennis...

Empfänger
Tennisfanatic
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